Großes Interview mit Sascha Hornaus

 

Quelle: ligaportal.at

In der 1. Klasse Mitte war die Wahl zum Spieler der Hinrunde 2013/14 von einem Zweikampf geprägt. Obwohl für Alexander Hutterer (ASKÖ Leonding) beachtliche 3.514 Stimmen abgegeben wurden und der Leondinger in der Oberösterreich-Wertung auf dem 20. Platz landete, behielt SV Steyregg-Stürmer Sascha Hornaus am Ende klar die Oberhand. Der 24-jährige Torjäger mit OÖ-Liga-Erfahrung durfte sich über insgesamt 4.724 Stimmen und der Wahl zum Spieler der Hinrunde sowie den ausgezeichneten zwölften Rang in der Gesamtwertung freuen. Mit 1.284 Stimmen landete Attila Szili von Herbstmeister ASKÖ Doppl-Hart auf dem dritten Platz.

 

Vier Vereinswechsel in zweieinhalb Jahren

Sascha Hornaus zerriss seine ersten Fußballschuhe beim ASK St. Valentin. 2010 verließ der Angreifer die Niederösterreicher und wechselte binnen zweieinhalb Jahren gleich vier Mal den Verein. Nach Stationen bei OÖ-Ligist Sierning sowie den Landesligaisten aus Naarn und Perg landete der talentierte Stürmer im letzten Winter beim SV Steyregg. Der Polizist avancierte beim einstigen Landesligisten zur erhofften Verstärkung und hat mit bislang zehn Saisontreffern maßgeblichen Anteil an der Steyregger Präsenz im Aufstiegskampf.

„Sascha ist nicht nur sportlich für uns eine große Bereicherung“

„Wenn Österreichs größtes Fußballportal zu einer Wahl aufruft, muss man sich nicht nur daran beteiligen, sondern alle Hebel in Bewegung setzen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Bei der Suche nach unserem Kandidaten wurde die Mannschaft mit einbezogen und letztendlich fiel die Wahl auf Sascha. In der Folge ist dann eifrig für ihn gevotet worden und freuen uns ganz besonders, dass er zum Spieler der Hinrunde gewählt wurde“, erklärt Sportchef Helmut Arnoldner, der nach Unstimmigkeiten den SK St. Magdalena im Sommer verlassen hat und inzwischen erfolgreich beim Tabellenfünften der 1. Klasse Mitte tätig ist. „Gemeinsam mit seinem Sturmpartner Peter Hartl ist Sascha Hornaus für unsere Mannschaft ernorm wichtig. Auf Sascha ist nicht nur vor dem gegnerischen Tor Verlass, er besucht auch jedes Training, ist charakterlich in Ordnung und für den Verein nicht nur sportlich eine große Bereicherung. Er verfügt über das Potenzial, in einer höheren Liga und sind froh, dass Sascha in Steyregg aktiv ist und wir nicht gegen ihn spielen müssen“, so Arnoldner.

Die Bezirksliga im Visier

Nicht zuletzt aufgrund des Sieges zum Herbstausklang gegen die Union Leonding ist die Mannschaft von Trainer Gerald Kitzler im Aufstiegskampf präsent. „Der Sieg gegen Leonding war ungemein wichtig, denn jetzt sind wir voll dabei und konnten die Aufstiegschancen wahren. Wir mussten in der Hinrunde nur zwei Niederlagen einstecken, haben aber einige Punkte liegen lassen. Der Zug in Richtung Aufstieg ist noch nicht abgefahren und werden im Frühjahr alles daransetzen, einen Aufstiegsplatz zu belegen. Denn ein Verein wie der SV Steyregg hat in der 1. Klasse eigentlich nichts zu suchen. Aus diesem Grund wollen wir so schnell wie möglich in die Bezirksliga aufsteigen und hätten nichts dagegen, sollte der Aufstieg in dieser Saison gelingen“, meint Helmut Arnoldner und freut sich schon jetzt auf das Duell bzw. Wiedersehen mit Doppl-Trainer und Ex-St. Magdalena-Coach Gerold Sturm.

Sascha, herzliche Gratulation zur Wahl zum Spieler der Hinrunde. Hat Dich der Sieg überrascht bzw. welchen Stellenwert hat für Dich diese Auszeichnung?

„Die Auszeichnung hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Denn eine Beliebtheitswahl zu gewinnen ist eine besondere Sache und eine große Ehre. Wenn man so graßartig unterstützt wird, ist das eine Beleg dafür, dass man nicht viel falsch gemacht hat bzw. die Leistungen honoriert werden.“

Du warst 13 Jahre lang beim ASK St. Valentin und hast dann plötzlich jährlich den Verein gewechselt. Gibt es Gründe dafür?

„Nach Sierning zu wechseln war damals für mich eine große Herausforderung. Da jedoch Ileli und Roselstorfer im Sturm gesetzt waren, war ich praktisch nur das fünfte Rad am Wagen. Da die geringen Einsatzzeiten den hohen Aufwand bzw. die Reisestrapazen nicht rechtfertigen und ein Angebot der Union Naarn erhalten habe, bin ich in die Landesliga gewechselt. Obwohl die Union Naarn ein toller Verein ist und es eine super Saison war, bin ich dann zum Konkurrenten nach Perg gewechselt. In Perg hatte ich jedoch mit einem Formtief zu kämpfen und habe dashalb im letzten Winter das Machland verlassen.“

Was hat Dich zum Wechsel von der Landesliga in die 1. Klasse bewogen?

„Die Liebe! Meine Freundin ist eine Steyreggerin und deshalb war der Wechsel naheliegend. Ich wohne nur unweit vom Sportplatz entfernt und fühle mich in Steyregg pudelwohl.“

Bist Du mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden bzw. glaubst Du, dass der Aufstieg möglich ist?

„Wir wollten in der Tabelle vorne mitmischen und konnten das Vorhaben realisieren. Es läuft ganz gut und habe mit Peter Hartl einen kongenialen Partner im Angriff, war der H & H Sturm – Hartl/Hornaus – für immerhin 19 der 28 Steyregger Tore verantwortlich. Die Chance auf den Aufstieg ist intakt. Zum Rückrundenauftakt erwartet uns ein richtungweisendes Spiel, sollten wir gegen Herbstmeister Doppl unbedingt punkten und wenn möglich gewinnen.“

Was sind Deine Stärken?

„Das Kopfballspiel und die Schnelligkeit.“

Und Deine Schwächen?

„Ich muss noch mehr nach hinten arbeiten und das Defensivverhalten verbessern.“

Dein Vorbild?

„Jetzt werden viele überrascht sein, dass ich als Stürmer einen Defensivspieler bewundere. Aber Gerard Pique beeindruckt bzw. begeistert mich immer wieder. Der Freund von Shakira liefert sowohl beim FC Barcelona als auch im spanischen Nationalteam Woche für Woche eine ausgezeichnete Performance ab und ist nicht nur in der Defensive kaum zu überwinden, sondern bringt auch das Spiel in Gang und schaltet sich permanent in die Offensivaktionen ein.“

Wie sieht Deine sportliche Zukunft aus?

„Unter anderem aus beruflichen Gründen ist der Zug in Richtung OÖ-Liga für mich wohl abgefahren. Die Landesliga wäre meine Liga und werde alles dafür tun, nach den Gastspielen in Naarn und Perg in die zweithöchste Liga des Landes zurückzukehren. Am allerliebsten wäre mir natürlich im Trikot des SV Steyregg in der Landesliga zu spielen. Nachdem ich den Verein in den vergangenen Jahren mehrmals gewechselt habe und mich in Steyregg sehr wohl fühle, ist ein weiterer Klubwechsel aktuell absolut kein Thema.“

1. Klasse Mitte: Spieler der Hinrunde 2013/14 – Endstand:

4.724 Stimmen Sascha Hornaus (SV Steyregg)
3.514 Stimmen Alexander Hutterer (ASKÖ Leonding)
1.284 Stimmen Attila Szili (ASKÖ Doppl-Hart)

1.131 Stimmen Manuel Schatz (SK Enns)
531 Stimmen Patrick Ortner (ASKÖ Leonding)
294 Stimmen Simon Trauner (SK Enns)
214 Stimmen Armin Pumberger (UFC Haibach)
196 Stimmen Kevin Mayr (SV Urfahr)
186 Stimmen Yunus Ural (SV Wilhering)
143 Stimmen Marco Kobler (Union Leonding)