SVWS verliert auch zweites Relegationsspiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit einem 4:1-Heimerfolg im Relegations-Hinspiel gegen den SV Wipplinger Steyregg hatte der SC Ernsthofenbereits am Mittwoch den Grundstein zum Aufstieg in die Bezirksliga gelegt. Lediglich das Gegentor in der Nachspielzeit verhinderten bei der Mannschaft von Erfolgstrainer Mario Mittendorfer grenzenlosen Optimismus. Der ersatzgeschwächte nunmehrige Ex-Bezirksligist aus Steyregg versuchte am Samstag mit allen Mitteln das Blatt noch zu wenden. Die Krennmayr-Elf agierte mit drei Stürmern, den Hausherren gelang es aber nicht, das wichtige Führungstor zu erzielen. Am Ende setzte sich der SC Ernsthofen auch im Rückspiel durch und zieht nach vierjähriger Abwesenheit wieder in die Bezirksliga ein.

Trainer-Verpflichtung als Glücksgriff

Nach einer ansprechenden Herbstsaison – als Tabellendritter fehlten auf den Relegationsplatz zwei Punkte – sorgte im Winter der überraschende Rücktritt von Trainer Andreas Raberger in Ernsthofen für Aufregung. „Wir standen damals vor einen ungewissen Zukunft, mit der Verpflichtung von Mario Mittendorfer ist uns jedoch ein Glücksgriff gelungen. Obwohl einige schwierige Spieler in unseren Reihen stehen, weiß der Erfolgstrainer mit den Kickern ausgezeichnet umzugehen“, zollt Sektionsleiter Manfred Langwieser dem Coach ein Extralob. Die Ernsthofener konnten in der Rückrunde zehn „Dreier“ einfahren, die letzten fünf Spiele allesamt gewinnen und sich als beste Frühjahrsmannschaft für die Relegation qualifizieren. Mit dem siebenten Sieg in Serie ist nun die Rückkehr in die Bezirksliga gelungen.

Steyregg beginnt mit drei Spitzen

Vor rund 300 Zuschauern versuchten die Hausherren von Beginn an das Unmögliche noch möglich zu machen und setzten mit drei Stürmern die Gäste unter Druck. Die Mannschaft von Trainer Wilhelm Krennmayr, der sein Team auch in der 1. Klasse betreuen wird, fand auch die eine oder andere Chance vor, das so wichtige Führungstor wollte den Steyreggern jedoch nicht gelingen. Ganz anders die Gäste, die nach anfänglichen Schwierigkeiten zu einigen Möglichkeiten kamen.

„Kopfball-Ungeheuer“ trifft zur Vorentscheidung

Nachdem Zoltan Bükszegi und Onur Ulas zwei Chancen nicht nutzen konnten, fiel kurz vor der Pause die Vorentscheidung, als Ulas eine Flanke von Bükszegi zum 0:1 einköpfte. „Es war, glaube ich, das erste Kopftor unsere Kopball-Ungeheuers“, schmunzelt Sektionsleiter Langwieser, dem kurz darauf die Haare zu Berge standen, als nach einem Handspiel im Steyregger Strafraum die Mittendorfer-Elf – wie schon am Mittwoch – einen Elfmeter verschoss. War es im Hinspiel Bükszegi, so versagten diesmal Hannes Böhm die Nerven. „Gut, dass es in der Relegation zu keinem Elferschießen gekommen ist“, atmet Manfred Langwieser durch.

Plöchl erzielt letztes Steyregger Bezirksliga-Tor

Trotz des Rückstandes gab Steyregg auch in der zweiten Halbzeit nicht auf, war die Krennmayr-Elf die bessere Mannschaft. Mitte des zweiten Durchgangs dann die endgültige Entscheidung, als David Doppelmeier einen Konter zum 0:2 abschloss. Auch der Anschlusstreffer von Matthias Krennmayr konnte den Abstieg des SV Steyregg nicht mehr verhindern. Nachdem Gerald Schmidl nach einen erneuten Gegenstoß auf 1:3 stellte, setzten die Hausherren den Schlusspunkt, fixierte der eben erst eingewechselte Bernhard Plöchl, der seine Karriere beendet, mit dem Treffer zum 2:3-Endstand das vorerst letzte Steyregger Tor in der Bezirksliga.

Manfred Langwieser, Sektionsleiter SC Ernsthofen:
„Nach dem klaren Sieg im Hinspiel waren wir optimistisch, haben uns aber heute sehr schwer getan. Wäre dem Gegner ein rasches Führungstor gelungen, hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf nehmen können. Auch wenn Steyregg nicht aufgegeben hat, war nach dem 1:0, spätestens nach unserem zweiten Treffer, alles klar. Wir freuen uns riesig, dass wir nach einer tollen Frühjahrssaison über die Relegation den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft haben.“

 

Quelle: Günter Schlenkrich, unterhaus.at